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Grundlagen

Was ist DAB+? Der Unterschied zu UKW, die Vorteile und worauf Hörer achten

Analoge Welle links, digital in Stufen aufgebaute Welle rechts auf einer Skala, Linienzeichnung

Was ist DAB+ überhaupt?

DAB steht für Digital Audio Broadcasting. In der Schweiz ist damit heute immer DAB+ gemeint. Mehrere Radioprogramme werden zu einem Datenpaket gebündelt, gemeinsam über einen Sender verteilt und im Radio wieder aufgeteilt. Dieses Bündel heisst Multiplex.

Wer wissen will, was ist DAB und was ist DAB+, hört die kurze Antwort: DAB+ ist die Weiterentwicklung, und nur sie ist hierzulande in Betrieb. Was ist DAB+ im Alltag? Ein Radio, das Sender mit Namen statt mit Frequenz wählt.

Der Unterschied DAB und DAB+

Der DAB+ Unterschied zu DAB liegt in der Kompression. DAB+ verwendet nach Angaben von dabplus.ch eine effizientere Audiokodierung (AAC+) und bringt dadurch mehr Programme in einen Frequenzblock. DAB+ wurde 2006 eingeführt. Seit 2016 wird in der Schweiz ausschliesslich DAB+ ausgestrahlt.

Beim Gerätekauf zählt der DAB+ Unterschied zu DAB: Ein reines DAB-Radio empfängt in der Schweiz keine Programme mehr, weil die Schweiz bis 2016 vollständig auf DAB+ umgestellt hat. Auf dem Gerät muss deshalb DAB+ stehen, die Bezeichnung Digitales Radio allein genügt laut SRF nicht. Auf dem Display erscheint bei DAB+-Sendern oft ein Pluszeichen hinter dem Sendernamen. Bei einem sehr alten Gerät mit der Aufschrift DAB hilft ein Blick in die Anleitung.

DAB+ oder UKW: der Unterschied im Alltag

Bei der Frage DAB+ oder UKW zählt vor allem, was man hört und wo. UKW sendet ein Programm pro Frequenz, bei schwachem Signal rauscht und knistert es. DAB+ liefert einen klaren Klang und schweigt, wenn das Signal zu schwach wird. Der Kassensturz hielt das im Januar 2019 in seinem Adaptertest fest.

Die Programmauswahl unterscheidet sich ebenfalls. dabplus.ch zählt 12 sprachregionale und regionale sowie 18 lokale DAB+-Netze mit über 150 Programmen. Alle DAB+-Radios enthalten ausserdem einen UKW-Empfänger, wie dabplus.ch festhält.

Wie es mit UKW weitergeht, steht auf der Seite UKW-Abschaltung. Eine tabellarische Gegenüberstellung bietet der Vergleich der Empfangswege.

Vorteile von DAB+ in der Schweiz

Die Vorteile von DAB+ sind in erster Linie praktisch. DAB+ erreicht laut SRF über 99 Prozent der Bevölkerung. Alle Nationalstrassentunnel über 300 Meter haben DAB+. Dort ist der Empfang laut dabplus.ch markant besser als bei UKW. Dazu kommen Sendernamen und Zusatzinformationen auf dem Display und eine grössere Auswahl an Programmen. Dass die Technik breit genutzt wird, zeigt SRF: Über 80 Prozent der Radionutzung sind digital, nur 8 Prozent hören ausschliesslich über UKW.

Auch für den Notfall ist vorgesorgt: DAB+ kann auf eine robustere Schutzstufe umschalten, etwa für Schutzräume.

Wo DAB+ an Grenzen kommt

Die Vorteile von DAB+ gelten nicht überall gleich. In dicken Mauern, in Minergie-Bauten und bei LED-Störquellen kann der Empfang leiden. Bei schwachem Signal bleibt das Radio stumm. Hilfe bietet die Checkliste bei fehlendem Empfang. Für das Auto gibt es eigene Lösungen, beschrieben unter DAB+ im Auto, und die passenden Geräte für zu Hause stehen bei den DAB+-Radios.

Was ein DAB+-Radio beim Einschalten tut

Ein DAB+-Radio sucht beim ersten Einschalten alle empfangbaren Programme und legt eine Senderliste an. Wer umzieht oder das Gerät an einen anderen Ort stellt, startet den Suchlauf neu. Auf dem Display zeigt das Radio den Sendernamen und oft zusätzliche Texte, etwa zum laufenden Titel.

Die Programme stammen aus mehreren Multiplexen. SRG-Programme laufen in eigenen Paketen, regionale und lokale Radios in weiteren. Für den Hörer spielt das kaum eine Rolle, das Radio sortiert die Sender in einer Liste. Wer wissen will, was in der eigenen Region zu empfangen ist, findet das bei den DAB+-Sendern und auf den dort verlinkten Empfangskarten.

Von UKW auf DAB+ umsteigen

Wer vor der Wahl DAB+ oder UKW steht, hat in der Schweiz keine freie Wahl mehr, wenn er SRF, RTS oder RSI hören will, denn die SRG sendet seit Ende 2024 nicht mehr auf UKW. Wer von UKW wechselt, merkt als Erstes, dass Sender anders heissen und gefunden werden: Statt einer Frequenz wie 93,6 wählt man einen Namen aus der Liste. Das Radio selbst muss nur einmal eingerichtet werden. Neben einem Tischradio sind Adapter für die Stereoanlage oder das Auto möglich, die Kassensturz und TCS getestet haben. Zu den Ergebnissen siehe DAB+ im Auto.

Die SRG ist seit Ende 2024 nicht mehr auf UKW, ein Termin für eine Rückkehr steht nicht fest. Wer SRF, RTS oder RSI heute hören will, braucht DAB+ oder Internet.

FAQ

Was ist DAB+ einfach erklärt?

DAB+ ist ein digitaler Radiostandard. Mehrere Programme werden gemeinsam über eine Frequenz gesendet und vom Radio wieder getrennt. In der Schweiz ist er seit 2016 der einzige digitale Standard.

Was ist der Unterschied zwischen DAB und DAB+?

DAB+ nutzt eine effizientere Kompression (AAC+) und bringt dadurch mehr Programme in einen Frequenzblock. Die Schweiz sendet seit 2016 ausschliesslich DAB+.

Ist DAB+ besser als UKW?

In der Programmvielfalt und beim Tunnelempfang ja, laut dabplus.ch ist DAB+ in Tunnels markant besser. Bei schwachem Signal fällt DAB+ aber aus, wo UKW noch rauscht.

Kann ich DAB+ mit dem Smartphone hören?

Nach Angaben von dabplus.ch ist ein Empfang über DAB+ im Smartphone derzeit nicht möglich. Programme laufen dort über Internetradio.

Änderungsprotokoll

  • dabplus.ch nennt 12 sprachregionale und regionale sowie 18 lokale DAB+-Netze mit mehr als 150 Programmen.

Quellen